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13.09.2014

CargoLifter Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Gegenstand der Gesellschaft ist die Vermarktung und Nutzung der Leichter-als-Luft-Technologie für das Heben und Transportieren von Frachten und Gegenständen.

Lesen Sie hier im Überblick, wie und warum die neue CargoLifter-Gesellschaft gegründet wurde und was sie bisher erreicht hat.

1. Wie war das mit der CargoLifter AG?

CL 75
CL 75 der CargoLifter AG

Die CargoLifter AG wurde basierend auf einer VDMA-Studie 1996 zusammen mit Unternehmen aus dem Anlagenbau wie ABB, Linde und Siemens mit dem klar definierten Zweck gegründet, den „CL 160 zu entwickeln, zu bauen und zu betreiben”. Einzige Aufgabenstellung war diese große Lösung, nicht mehr – doch auch nicht weniger! Dieses Ziel haben wir in der kurzen Innovationsphase 1996-2000 nicht erreicht und mussten, auch mangels Unterstützung aus Industrie und Politik, im Zuge der Wirtschaftskrise 2002 Insolvenz anmelden.

Seither kursieren viele Mythen und Legenden über das Warum. Die „CargoLifter-Story” ist in Arbeit und mit Erscheinen werden Sie Gelegenheit haben, einen tiefen Blick hinter die „veröffentlichte Meinung“ zu werfen. Seit Mai 2014 haben wir nach langem Ringen auch die Originalfilme aus der CargoLifter-Zeit 1996 bis 2002 wieder im Zugriff. Besonders interessant sind die bisher nie veröffentlichten Statements der Teilnehmer des Technischen Hearings nach der Insolvenzeröffnung. Nicht einer der Experten bezweifelte die Machbarkeit!

Fakt ist: Die CargoLifter AG ist in Insolvenz – aber nicht der Gedanke. Und deshalb gibt es die „neue“ CL CargoLifter GmbH & Co. KG aA (CL KG)! Fakt ist auch, dass die Transportprobleme heute eher größer sind als damals und weder die etablierten, staatlich geförderten Technologiekonzerne noch eines der weltweit zahlreichen Luftschiffprojekte eine verfügbare Lösung geschaffen haben! CargoLifter ist selbst 12 Jahre nach der Insolvenz immer noch die Messlatte! Nie zuvor und nie danach wurden 55 t Einzelgewicht von einem Leichter-als-Luft-Gerät gehoben.

2. CargoLifter – weltweit ein Begriff

LAG
Überreichung der Mitgliedsurkunde der LAG

Manchmal hört man, der Name CargoLifter sei „verbrannt“! Das entspricht dem Sprachstil derer, die nachhaltig dafür sorgen wollten, dass es CargoLifter nie wieder gibt. Am weitesten verbreitet ist diese Phrase in Deutschland. Auf der Welt sieht dies völlig anders aus. Nicht einem unserer Gesprächspartner auf den Logistik-Messen von München oder Sao Paulo war CargoLifter unbekannt. In der Fachwelt ist CargoLifter das Synonym für Frachtluftschiffe.

Die Fachwelt bedauert das abrupte Ende 2002 und freut sich zu hören, dass es uns noch/wieder gibt. Selbst in Deutschland ist CargoLifter wieder hoffähig, seit der Verkehrsminister uns die Mitgliedsurkunde der Logistics Alliance Germany übergab. Dort prangt unser Logo nun direkt vor DB Mobility Networks Logistics und Deutsche Post DHL. Wie bemerkte der Minister so schön bei der Überreichung: „CargoLifter lebt!“

3. Was ist an CargoLifter jetzt anders?

Positionierung
Positionierung des CargoLifter-Ballonkransystems im Markt

Der Schritt-für-Schritt-Ansatz! Erhielt „CargoLifter 1.0” von der Industrie den CL 160 für den Großanlagenbau als Vorgabe, so konnte sich „CargoLifter 2.0” seine Ziele nach den Erfahrungen aus Technik und vor allem Markterkenntnissen aus den Jahren 1996-2002 selbst setzen. Ausgangsbasis ist das Ballonkransystem (BKS), das im Ansatz noch auf den Versuchen 2002 basiert. Das BKS kann weiter heben als es die Ausleger der Kräne erlauben und kann Schritt für Schritt auch mehr als 20 t heben. Dieser Ansatz erlaubt es, von klein nach groß und von kurz nach weit zu gehen – Schritt für Schritt, wobei die nächste Stufe auf der vorherigen aufbaut, vom kleinen stationären Ballon bis zum großen Transportluftschiff!

4. Wo steht die CL KG heute?

Pyramide
Produktpyramide

Wir haben den Nachweis erbracht, dass unser Ballonkransystem bei Wind und Wetter funktioniert. Wir haben die operativen Szenarien verbessert. Wir können (und dürfen!) Wasserstoff als Traggas verwenden und wir können Helium rekomprimieren! Wir haben die Kosten gesenkt! Wir haben die Lösungen nach unten erweitert und ein Einstiegsprodukt geschaffen. Wir haben aber auch die Produktreihe konzeptionell von unten bis oben durchgängig ausgebaut – vom Ballonkran über den AirTruck bis zum Großluftschiff:

CargoLifter ist heute mehr als nur ein Großluftschiff oder ein Ballonkran – CargoLifter ist ein komplettes System im Bereich Heben und Transportieren, das es so nirgends auf der Welt gibt – nicht einmal in Ansätzen!

Produktstufen

Für die am Boden geführten wie auch für die fliegenden Systeme gibt es eine große Bandbreite an Einsatzkategorien. Ob kleines oder großes System – das Grundprinzip bleibt in diesem ausgefeilten Baukasten immer gleich. Die Systeme bauen in Bezug auf Komplexität, Traglast und Reichweite aufeinander auf. Die nächste Stufe ist eine Evolution der vorherigen, die von den Erfahrungen der unteren Stufe in Bezug auf Entwicklung, Produktion, Zulassung und Betrieb aufbaut. Jede Stufe bedient als eigenes Produkt ein eigenes Marktsegment.

5. Und was sagt der „Markt“?

Regionen

Uns erreichen schon heute permanent Anfragen – allein rd. 150 erfasste seit 2011 und 2014 mittlerweile ca. 2 pro Woche! Diese Anfragen kommen von Unternehmen, die ein echtes Problem haben und offensichtlich gezielt nach CargoLifter suchen. Einen Vertrieb haben wir schließlich noch nicht. Leider können wir mit unseren Einstiegsprodukten mit 250 kg bis 1 t viele Fälle gewichts- und distanzmäßig noch nicht abdecken, zumal viele Anfragen (wie zu erwarten) aus den abgelegensten Teilen der Welt kommen.

Es ist deshalb von vordringlicher Bedeutung, eine Struktur aufzubauen, die überhaupt in der Lage ist, diese Anfragen aus aller Welt fundiert zu bearbeiten und darüber hinaus selbst aktiv zu werden. Rund die Hälfte kommt aus Europa. Die andere Hälfte verteilt sich auf alle Kontinente. Allein aus Berlin heraus ist das nicht praktikabel. Wir müssen vor Ort in die Regionen, um von den unterschiedlichen Anforderungen her, den Sprachen, den Gepflogenheiten bis hin zu den juristischen und operativen Rahmenbedingungen überhaupt sinnvoll agieren zu können. Letztlich sind die Regionen außerhalb Europas diejenigen mit dem größten Bedarf. Die Hauptmärkte liegen da, wo die infrastrukturelle Basis deutlich schlechter ist.

Wir haben ein Konzept erarbeitet, das es erlaubt, die CargoLifter-Systeme weltweit effizient anzubieten und zu betreiben. Wir planen gemeinsam mit in den Regionen etablierten Partnern den Aufbau jeweils eines Joint Ventures vor Ort, in ca. 15 Regionen weltweit. Diese Einheiten werden neben Personal auch unsere Einstiegsprodukte für 250 kg bzw. 1 t einsetzen können. Sie informieren ihren Markt in ihrer Sprache, in ihrem Stil. Sie zeigen das System in Funktion und bieten die Dienstleistung an.

Man kann heute im Internetzeitalter nicht erst in Ruhe in Deutschland Fuß fassen und dann langsam die Welt erobern. Wir müssen in der Lage sein, den weltweiten Markt, den wir schaffen, auch zügig selbst zu besetzen!

6. Wie will die CL KG das schaffen?

Durch Einbindung strategischer und regionaler Partner. Rund 680 Aktionäre mit rd. 3 Mio. € Investment und ein kleines Team haben extrem engagiert über 9 Jahre etwas Beachtenswertes geschaffen. Ein ausgefeiltes Konzept für die Einführung eines neuen Verkehrsträgers, den es weltweit nicht gibt, der es aber ermöglicht, Heben und Transportieren künftig anders, schneller, effizienter, preisgünstiger oder überhaupt erst möglich zu machen! CargoLifter ist eine echte Basis-Innovation!

Die Umsetzung bedarf einer wirtschaftlichen Stärke, die wir durch die Einbindung strategischer Partner erreichen. Diesmal mit einem echten, nachhaltigen Commitment, das auch in schlechten Zeiten hält! Wir haben die Grundlage geschaffen – die Partner sollen Markt und Geld einbringen und damit zugleich die Reputation stärken. Der Markt muss überzeugt sein, dass diese Einheit das auch schafft. Ankündigungen gab und gibt es genug.

7. Wie sollen diese Partner eingebunden werden?

Investoren

Geeignete Partnerunternehmen kommen aus der Technik, der Logistik oder auch dem Finanzsektor. Da wir den oder die „Großen” aber nicht als dominierende Aktionäre in unserer KG aA haben wollen, planen wir eine „CargoLifter Technology” als künftige Holding, die sowohl für den Aufbau des weltweiten Netzwerkes mit Partnern aus der jeweiligen Region als auch für die weitere technische Entwicklung zuständig ist.

Die CL KG ist die Mehrheitsgesellschafterin der CargoLifter Technology. Da diese wiederum immer mindestens 25,1 % an den regionalen Joint Ventures hält, hat die CL KG aA sozusagen überall „ihre Finger drin”. Am regionalen Joint Venture für Europa soll die CL KG aA neben den 25,1 % via CargoLifter Technology auch weitere Anteile direkt selber halten – immerhin ist das unser Heimmarkt.

Wir geben also CargoLifter nicht aus der Hand – wir setzen vielmehr eine große Aufgabe mit starken Partnern um, behalten jedoch den Einfluss auf allen Ebenen.

8. Wie rechnet sich das CL-Marktkonzept?

Erstmals haben wir die Zahlen von unten nach oben planen können. Aus den belegten Herstellungskosten für die Einstiegsproduktreihe zusammen mit den überprüfbaren operativen Kosten sind detaillierte Kalkulationen entstanden. Die Auswertung der rd. 150 erfassten Marktanfragen aus allen Regionen lassen seriöse Planansätze für Verkäufe bzw. Dienstleistungen mit unterschiedlichen Szenarien für die unterschiedlichen Regionen zu. Die Konsolidierung zu einer Holding ist eine anspruchsvolle Arbeit von Fachleuten, die ihrerseits von Experten auf Logik und Konsistenz überprüft wurde. Ob das überzeugt, werden die Gespräche mit den potenziellen Partnern zeigen – die ersten Runden geben uns ein gutes Gefühl!

Für die Partner pro Region steht ein Investment mit rd. 1,25 Mio. € an – dafür bekommen sie 74,9 % an einer Gesellschaft, die für alle CargoLifter-Produkte das exklusive Vertriebsrecht auf 10 Jahre in der Region hat und über 2 Ballone verfügt, mit denen sie ihren Markt erschließen können. Der Eintrittspreis ist mit 500.000 € pro Region als Einmallizenz festgesetzt. Für die strategischen Partner in der CL Technology stehen in den ersten Jahren somit allein aus der Vergabe der Lizenzen an die geplanten 15 regionalen Joint Ventures 7,5 Mio. € an Einnahmen zur Verfügung, für die die Vorarbeiten im Wesentlichen bereits erfolgt sind. Was noch geschehen muss, ist die Ausarbeitung der juristischen Vertragswerke und deren Durchsetzung.
 
Für die Aktionäre der CL KG ergibt sich beispielhaft eine einfache Rechnung: Durch die Hereinnahme eines strategischen Partners mit knapp 50 % in die CL Technology bei einem Ansatz von derzeit 1.275.000 Aktien bewertet zu 6,- € würde eine Summe von rd. 3,8 Mio. € an die CL KG fließen. Das ist mehr, als wir in den Jahren seit 2005 an liquiden Mitteln aufgewendet haben.

Das sind wahrhaft gute Aussichten. Wenn Sie mehr wissen wollen, so fragen Sie uns!

9. Was ist dann „CargoLifter 3.0“?

War „CargoLifter 1.0“ die große Vision und „CargoLifter 2.0“ der Aufbau eines umfassenden Produktkonzeptes in harter Arbeit, so ist „CargoLifter 3.0“ die wirtschaftliche Umsetzung. Es ist die Gesellschaft, die basierend auf den umfangreichen positiven wie negativen Erfahrungen der CargoLifter AG und den vielen Tests bei Wind und Wetter der CargoLifter KG aA nun die einsatzfähigen Einstiegsprodukte weltweit in den Markt bringt und die komplette Produktreihe wirtschaftlich umsetzen soll. CargoLifter ist nicht nur faszinierende Technik oder steht für umweltfreundliche Lösungen. CargoLifter will ganz klar ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen mit weltweiter Bedeutung werden. High Tech Made in Germany – und so gut, wie man das von uns erwartet. Nicht billig, aber hocheffizient!

Nicht zuletzt dokumentiert auch der Aufsichtsrat in seiner neu gewählten Zusammensetzung diese Ausrichtung. Dr. Dirk Spaltmann (Vorsitzender) ist Mitarbeiter der BAM (Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung), Arnd Middelmann ist Bankkaufmann und Philipp Ukert ist Rechtsanwalt mit internationaler Erfahrung und Fachanwalt für Steuerrecht!


© 2006-2016 CL CargoLifter GmbH & Co. KG a.A.