CL CargoLifter

CargoLifter tritt in eine neue Phase

Plakat Bad Homburg

Als Veranstalter hatte die Initiative Zukunft in Brand e.V. zu dieser Informationsveranstaltung im Rahmen der traditionellen Bad Homburger Luftschiffparade eingeladen. In dem attraktiven Veranstaltungsraum des Landratsamtes fanden nicht nur die rund 135 Teilnehmer Platz – sondern vor allem auch das ca. 6 m hoch schwebende CargoLifter Ballonkransystem im Maßstab 1:50.

Wolfgang Pest

Wolfgang Pest, Vorsitzender des Vorstands der Initiative, begrüßte die Teilnehmer und berichtete kurz über die Aktivitäten des Vereins.

 

 

 

Dr. von Gablenz


Mit dem Vortrag von Dr. Carl-Heinrich von Gablenz, seit Mitte Juli nun als Geschäftsführer der CL CargoLifter GmbH & Co. KG a.A. in voller Aktion, ging es dann gleich zum Hauptpunkt der Veranstaltung: „CargoLifter tritt in eine neue Phase“. Dr. von Gablenz machte klar, was damit gemeint ist – die Gesellschaft hat nach einer intensiven Aufbauphase Produkte und will damit Geld verdienen! Das ist zunächst die Verwertung von 15 Jahren Arbeit im Bereich Heben und Transportieren von Lasten mit Leichter-als-Luft. Kein anderes Unternehmen hat sich so konsequent diesem Thema angenommen und ist soweit gekommen wie CargoLifter. Der Name steht im Ausland als Synonym für diese Thematik – und von dort kommen auch die Anfragen für die CargoLifter-Beratungsdienstleistung in Form des sog. „Pilot Survey“. Zweiter Produktbereich ist das CargoLifter Ballonkransystem (BKS). Was man sich darunter vorstellen muss, konnten die Teilnehmer an Hand des im Saal aufgebauten Modells im Maßstab 1:50 sehen. Nur der kleine Bagger lies erahnen, wie groß der Liebherr Kran LR 1750 in Wirklichkeit ist – fast 100 m! Und dennoch ist er bei noch größeren Höhen oder Auslegungen schnell am Ende seiner Tragkraft – und da kommt die Stärke des BKS. Statt tonnenweise mehr Stahl reicht es über die Winden einfach mehr Seil zu geben und schon verschiebt sich die Hakenhöhe entsprechend!

H. Giebel


Was man damit machen kann, verdeutlichte Holger Giebel, Geschäftsführer der Firma TimberTower. Allein die Idee, die Türme der Windkraftanlagen statt aus Stahl oder Stahlbeton aus Holz zu bauen, besticht. Erneuerbare Energien aus nachwachsenden Materialien. Und das Schöne dabei ist, dass die Platten mit weniger als 10 Tonnen von einem BKS auf 145 Meter und mehr gehoben werden können. TimberTower und CargoLifter können sich da ideal ergänzen. Statt Sondertransporte und Riesenkräne, normale Frachten und eine Leichter-als-Luft-Lösung!

M. Hörmann


Dass CargoLifter das Thema Luftschiff nicht vergessen hat, legte Mirko Hörmann dar, ebenfalls Geschäftsführer von CL CargoLifter, in seinem Vortrag. Anschaulich stellte er dar, warum man im Norden von Kanada oder auch Russland ohne Luftschiffe nicht mehr auskommen wird und welche Lösung CargoLifter mit dem sog. „AirTruck“ dafür konzipiert hat. Natürlich steht CargoLifter nicht alleine, wie der Überblick über die diversen Hybrid-Luftschiffprojekte von Boeing, Lockheed Martin und vielen anderen zeigte. Und wie meist führt das amerikanische Militär den Zug an, da in den USA eben Innovationspolitik über militärische Projekte betrieben wird. Der vor kurzem vergebene Auftrag über 517 Mio. US-$ für den Bau von drei Überwachungsluftschiffen für Afghanistan ist ein klares Zeichen dafür.

 

 

 

P. Hufnagel


Zum Abschluss stellte Peter Hufnagel, Vorstand der LTA Technologie AG aus Wiesbaden sein Unternehmen vor. Diese Gesellschaft ist neben der CargoLifter KG der Hauptgesellschafter der GTG Göltzschtal Touristik GmbH, eine der wenigen Gesellschaften im Bereich Ballonbetrieb mit einer Luftfahrtzulassung und dem dazu notwendigen Fachpersonal. Die GTG ist von der CL CargoLifter deshalb auch beauftragt worden, das Ballonkransystem zu betreiben, das ab September aufgebaut werden soll.

Kurzum – es war ein informativer Nachmittag mit wieder einem Stück CargoLifter mehr zum Anfassen!

Die Vortragsfolien zum Download

CargoLifter tritt in eine neue Phase

Der TimberTower